Webkonferenz "Forschung verbindet

von Waffenschmidt

„Forschung verbindet.“ – Die SOFIA-AG des Gottlieb-Daimler-Gymnasiums nimmt an einer internationalen Webkonferenz teil – Nur zwei Schulen aus Deutschland sind beteiligt

Gebannte Blicke auf den Bildschirm – Die Sofia-AG begleitet ein Projekt des Deutschen Luft-Und Raumfahrtzentrums-und erhält einen tiefen Einblick in die Weltraumforschung.

„Australia, can you hear me - „Hallo Stuttgart!“ – 9 Schülerinnen und Schüler des Gottlieb-Daimler-Gymnasiums blicken gebannt nach vorne, richten den Blick auf die Wand, auf die nach und nach Bilder von Teilnehmern aus aller Welt projiziert werden.  Mittels Webcams und Webkommunikationsprogramm stehen die Teilnehmer optisch und akustisch in Kontakt. Die Astronomie- und Raumfahrt- Arbeitsgemeinschaft „ SOFIA-AG“ des GDG beteiligt sich an der englischsprachigen Konferenz mit dem Titel „Research is hope. Research connects“ (Forschung bedeutet Hoffnung. Forschung verbindet).

Stephan Ulamec und Cinzia Fantinati, Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, beantworten die Fragen der projektbegleitenden Universitäten und Schulen. Aus Deutschland sind nur das GDG und ein Kölner Gymnasium dabei. Weitere Konferenzteilnehmer kommen aus dem Sudan, aus Österreich, Italien, Polen, aus Australien, Spanien und Ägypten. Sie verfolgen mit der „Mission Rosetta“, die Erforschung des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko und die erstmalige Landung auf einem Kometen überhaupt. Die Weltraumsonde „Rosetta“ erreichte nach 10-jährigem Flug durchs All am 06. August 2014 den Kometen. Am 12. November 2014 beobachtete die SOFIA-AG die Landung des mitgeführten Landers „Philae“  live am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart. Die Neuntklässlerin Mara Groß, die für die Sofia-AG des Gottlieb-Daimler-Gymnasiums die Fragen bei der Konferenz stellte, empfand dies als den beeindruckendsten Moment des Projekts. Und AG-Leiter Sven Hanssen ergänzt: „Auf eine Entfernung von 500 Millionen km, d. h. der mehr als dreifachen Entfernung zwischen Sonne und Erde, landete „Philae“ nur 150 Meter von dem im Voraus anvisierten Punkt entfernt. Auch wenn die Messungen nicht so umfangreich waren, wie vorher geplant, ist schon dies eine unglaubliche Leistung.“

Die „Mission Rosetta“ endet voraussichtlich im September, doch die SOFIA-AG wird weitere Projekte des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums begleiten. Dann werden sich Sven Hanssen und sein Team unter anderem mit dem Asteroidenlander MASCOT befassen.

Das offizielle Foto und der Bericht aus der Cannstatter Zeitung vom 23.02.2016:

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