Sofia-AG: Preisträger reisen nach Bremen zu Airbus

von Waffenschmidt

Kerosin geschnuppert: Preisträger besuchen Airbus-Werk in Bremen

Einen besonderen Preis hatten Luka, Marcel und Alexander durch ihre Arbeit beim Wettbewerb "Mission Zukunft" gewonnen: es gab nicht nur einen Tag schulfrei, sondern eine einmalige Reise nach Bremen, um bei Airbus & Airbus Safran Launchers einen direkten Einblick in die Luft-und Raumfahrttechnik zu erhalten. Die Anreise erfolgte natürlich mit dem Flugzeug!

 

 

Unser Besuch bei Airbus & Airbus Safran Launchers in Bremen

Am 23.01.2017 ging es für uns drei – Marcel Luu, Luka Kapsachilis und Alexander Barta – morgens mit der S-Bahn zum Flughafen Stuttgart. Von dort aus sind wir eine Stunde lang nach Bremen geflogen. Der Flug war Teil vom ersten Preis des Schülerwettbewerbs „Mission Zukunft“, den wir zuvor gewonnen hatten. Hauptbestandteil des Preises war aber eine Besichtigung bei Airbus und Airbus Safran Launchers, eines der größten Luft- und Raumfahrtkonzerne Europas.

Nach der Ankunft in Bremen wurden wir freundlich empfangen und zum Firmengelände gefahren, woraufhin wir gefrühstückt und den Tagesablauf besprochen haben.

Gegen 10:30 wurden wir zum Robotik-Labor gebracht, wo uns von einem Entwickler verschiedene Projekte vorgestellt wurden.
Dort wurde uns zuerst ein Modell für Besucher gezeigt, welches einen Kinect-Sensor als Kamera benutzt. Dieser Sensor ist kostengünstiger als tatsächlich benutzte Sensoren und reicht trotzdem dafür aus, das Grundprinzip zu veranschaulichen: Mithilfe der Sensordaten wird ein 3D-Modell eines Satelliten errechnet, welcher sich vor dem Sensor befindet.

Anschließend wurde uns ein echter Greifarm gezeigt, welcher autonom einen Satelliten auftanken kann. Dieser erkennt sein Ziel auf dieselbe Weise, die uns mithilfe des Besuchermodells erläutert wurde und kann so von selbst den Tankdeckel finden und öffnen.
Neben dem weltraumorientierten Robotik-Teil gibt es noch das Projekt „Robex“, welches sich auf die Tiefsee spezialisiert, da sich die Bedingungen in der Tiefsee und im Weltraum im Prinzip sehr ähnlich sind: In beiden Umgebungen kann man Robotern nur schwer oder sogar gar nicht Signale geben. Deswegen müssen sich die Roboter des Projekts „Robex“ in der Tiefsee komplett autonom bewegen. Zwei der Modelle wurden uns vorgestellt.

Nach der Führung durch das Robotiklabor sind wir zum Integrationszentrum von Ariane & Orion gegangen, bei Airbus werden nämlich Teile der Trägerraketen gebaut. Wir wurden durch ein Gebäude geführt, in dem die Oberstufe und die Steuereinheit der Ariane 5 hergestellt werden. Durch zwei Fenster konnten wir die Räume sehen, in denen die Teile zusammengebaut werden. Betreten durften wir sie leider nicht, da es sich um Reinräume handelt.
Jährlich werden etwa sieben Stück der Rakete gefertigt, welche jeweils ca. 10 ½ Tonnen in den geostationären Orbit befördern können. Das entspricht ungefähr zwei Satelliten.

Nachdem wir Infos über die Rakete bekommen haben, durften wir ein Modell der Raumstation ISS besichtigen. Dort wurde uns erzählt, wie ein Astronaut lebt und mit welchen Problemen er zu kämpfen hat. Beispielsweise wurde uns erklärt, wie Astronauten reagieren, wenn sie in der Mitte der Raumstation schweben und sich nirgendwo abstoßen können: Sie werfen etwas weg, um sich aufgrund der Impulserhaltung in die Gegenrichtung zu bewegen.

Nach dem Mittagessen besuchten wir die riesigen Hallen der Landeklappenproduktion für Verkehrsflugzeuge von Airbus und erhielten dort eine Führung. In Bremen kommen „Tragflächenrohlinge“ an, welche dann mit Landeklappen ausgestattet werden. Es war sehr eindrucksvoll, wie uns immer riesigere und riesigere Tragflächen gezeigt wurden.
Der Mann, der übrigens aus Stuttgart kommt, hat uns die einzelnen Arbeitsschritte sehr detailreich erklärt. Man hat wirklich gemerkt, dass sein Beruf seine Leidenschaft ist. Leider war die Zeit für diese Führung mit einer Stunde recht knapp angesetzt, weshalb sie ziemlich schnell gehen musste. Sie war trotzdem sehr interessant und wir hätten gerne noch mehr gesehen.

Am späten Nachmittag war der Tag schon vorbei, so sind wir dann um 17:00 mit vielen neuen Eindrücken und Informationen zurück nach Stuttgart geflogen. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Tag bei Airbus sehr gelungen war. Wir konnten viele spannende Einblicke in allen Themenfeldern von Airbus sammeln und uns für die Technologie dahinter begeistern. Insgesamt ein einmaliges Erlebnis.

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