GYLC 2012

von Waffenschmidt

Sonja Mayer und Carlo Klapproth, unsere beiden "Global Young Leaders" im Schuljahr 2011/12, waren im Juli 2012 bei der Konferenz in Washington und New York.

Die Reise war von langer Hand vorbereitet: bereits im Juli 2011 wurden die beiden ausgewählt, danach folgte die Sponsorensuche - über die Vorbereitungen berichteten die beiden bereits im Interview mit der Cannstatter Zeitung.

Als endlich alle Formalitäten erledigt waren (der komplizierte Anmeldeprozess, die Beantragung eines Visums - nicht zu vergessen die Anschaffung passender Kleidung!), ging es im Juli endlich los - hier der Reisebericht:

Vom 30. Juli 2012 bis zum 8. August 2012 haben wir – Sonja Mayer und Carlo Klapproth – die Global Young Leaders Conference in Amerika besucht. Der Fokus der gesamten Konferenz lag darauf, das Verständnis der internationalen Politik und die „Leadership-skills“ der Teilnehmer zu verbessern. Dabei befanden wir uns in der ersten Hälfte der Reise in Washington DC und die zweite Hälfte in New York.

Die Organisation schwankte dabei zwischen „ziemlich chaotisch“ und militärischer Strenge. So kamen wir wegen einer Verspätung des Flugzeugs bereits am ersten Tag mehr als 4 Stunden zu spät an. Völlig ausgelaugt von den langen Warte- und Flugzeiten wollten wir uns eigentlich erstmal ausruhen. Darauf wurde aber kaum Rücksicht genommen und wir wurden unverzüglich unseren Ländergruppen zugewiesen und in die Leadership Group Meeting Räume geschickt, wo wir sogleich arbeiten mussten.

In den Ländergruppen repräsentierten wir jeweils ein Land – Sonja vertrat in den 10 Tagen Brasilien und Carlo Indien – und erarbeiteten dabei während der Leadership Group Meetings einen Plan, um unsere Ziele auf diplomatischem Wege zu erreichen. So sollten wir auf mehr oder weniger spielerischem Wege den internen Ablauf und die Funktion von Organisationen, wie beispielsweise der UN, kennen lernen. Zu diesem Zwecke besuchten wir auch unterschiedliche Reden und Orte, wie zum Beispiel die Botschaft von Oman und das UN-Headquarter.

Die politische Bildung, die wir dort erfuhren wurde mit einem harten Stück Arbeit erkauft. So mussten wir fast jeden Morgen um 7:00 Uhr aufstehen um noch rechtzeitig zum Frühstück zu kommen und kamen abends eigentlich nicht vor 12:00 Uhr ins Bett. Die Hausaufgaben, die wir häufiger bekamen, und für deren Bewältigung tagsüber keine Zeit war, sind dabei noch nicht eingerechnet.

Kulturelle Aktivitäten und Sightseeing wurden auch unternommen. So besuchten wir unter anderem das Holocaust-Museum, das New Amsterdam Theatre, um Mary Poppins zu sehen, oder hatten ca. 2 Stunden auf dem Times Square zur mehr oder weniger freien Verfügung. Dennoch hätten ein bisschen mehr Freizeit und kulturelle Aktivitäten nicht geschadet, auch wenn es sich vorwiegend um eine politische Veranstaltung handelte. Dennoch: Die Simulation einer UN-Konferenz am Originalschauplatz in New York sowie der kulturelle Austausch mit mehr als 200 Jugendlichen aus über 50 Nationen war eine unvergessliche Erfahrung und politische wie auch sprachliche Bereicherung.

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